6 Kommentare zu “Überprüfbarkeit demokratischer Prozesse: offene elektronische Abstimmung

  1. Sprichst Dinge an, die für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar sind.
    Unter anderem habe ich bisher nicht erkannt, wie sichergestellt wird, das der dann durch den Adminstror anzulegende Account mit dem Initialpasswort kommuniziert wird.
    Des Weiteren bleibt mir auch unklar, wie xyz zeigen kann, das „seine“ Stimme nicht die eigene ist.
    Ich verstehe, das man bei Trennung von Person und Account vom Wahlcomputer spricht, aber ausser die Annahme das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Klarname einer realen Person leichter zuzuordnen ist, funktioniert nur so lnage, wie der Mitmachanteiluberschaubar bleibt – wieviele kennen aktuell mehr Twitteraccounts anstatt die dazugehörigen Klarnamen?
    Auf alle Fälle finde ich steht es einer Mitmachpartei ganz schlecht, wenn Piraten Aufgrund des Klarnamenszwangs die Teilnahme am LQFB ablehnen.
    Es entstehen Meinungsbilder, anhand des Ergebnisses kann erkannt werden, wie hoch der Klarnamenanteil ist und entsprechend gewichtet kann das Ergebnis Berücksichtigung finden – sonst prüft eben ein Bot, wie die Abstimmung mit Klarnamen aussieht.

    Ich bin für den Zwang nicht überzeugt, würde ihn akzeptieren da bereits heute mein Klarname sichtbar ist, obwohl mein Account nicht vollständig dem Klarnamen unterliegt.
    Grüße
    Michael
    @icke2AIDA

    • Hi Micha,

      zum angedachten Verfahren gibt es ein Pad: https://charlwilm.piratenpad.de/72.
      Das werde ich zügig noch mal komplett überarbeiten, um das Verfahren etwas klarer noch zu machen.
      Das xyz eben nicht zeigen / „beweisen“ kann, dass „seine“ Stimme nicht die eigene ist, ist eben das Grundproblem der ganzen angelegenheit bei der offenen elektronischen Abstimmung – siehe die Notiz am Ende des Artikels
      Ich verstehe deine Aussage zur Mitmachpartei – ich verstehe aber auch die Mitglieder, die „aus Gründen“ die Teilnahme bei Klarnamenzwang ablehnen würden.
      Den Absatz mit dem Bot habe ich ehrlichgesagt nicht verstanden.

      Ich persönlich werden den Zwang auch akzeptieren – ich bewege mich sowohl in der Partei als auch im Web komplett mit meinem Namen.

      Mir geht es bei dem Artikel in erster Linie darum, alle Mitglieder der Partei mitzunehmen – sowohl die, die Klarnamen wollen, als auch die, die sie ablehnen.

      Daher: Vote #1420 – diese Ini erlaubt beides.

      Gruß
      Stephan

  2. Die Klarnamen reichen auch gar nicht aus, die Überprüfbarkeit von Abstimmungen zu gewährleisten. Neben einer Identifikation über den Namen (die nicht zwangsläufig mit einem Klarnamen im Liquid verbunden sein muss) braucht es noch folgende Daten:
    -Bestätigung, dass die Person zum Zeitpunkt der Abstimmung Mitglied ist
    -Bestätigung, dass das Liquid nicht korrumpiert ist
    -Bestätigung, dass der Nutzeraccount auch tatsächlich an der Abstimmung teilgenommen hat.
    Die Inis 1420/1470 behaupten beide, dass anders eine (bequeme) Überprüfung nicht möglich ist, aber die drei anderen Punkte kann man sowieso nicht vom Sofa aus überprüfen.

  3. Als ich zum Bundespartei Tag zum Wählen und Abstimmen ging, musste ich als Nachweis dafür, dass ich dazu legitimiert war, meinen Personalausweis und die Mitgliedsnummer angeben, plus gegebenen Falles über einen Einzahlungsbeleg des Mitgliedsbeitrags verfügen(bei verspäteter Einzahlung). Das fand und empfinde ich bis heute korrekt und in Ordnung.
    Die Angaben (u.a. Klar -Namen) sollten meiner Meinung nach auch gemacht werden. Wie ich zu den verschiedenen Themen abstimme, ist aus meiner Legitimation, als wahlberechtigtes Parteimitglied nicht zu ersehen!
    Könnte man es nicht so machen, das man sich z.B. beim LV Berlin für eine bestimmte Abstimmung im Liquid entsprechend über email anmelden muss und dann einen einmaligen, immer wieder neu bei Abstimmungen zu vergebenden Zugangscode / Link erhält?
    Ehrlich gesagt, verstehe ich bei dem allgemeinen Wunsch der Parteimitglieder nach Transparenz nicht, warum sich gerade in wichtigen Wahl- und Abstimmungsverfahren, hier einige Geister scheiden sollten?

  4. Hi Etienne,

    bisher war ich mehr oder weniger davon überzeugt, Klarnamen verwenden zu wollen und diese auch so vorzuschlagen.

    Allerdings ist mir durch Diskussionen in letzter Zeit klar geworden, das auch diese Nutzung des LqFb manipulierbar ist. Und das es (aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) NICHT bei einer WAHL den Klarnamen verwenden zu wollen.
    Ehrlich gesagt finde ich die Angst mancher Piraten vor Klarnamen bedenklich.

    Ich stimme Michael aka icke2AIDA 100% zu, wenn er sagt: „Auf alle Fälle finde ich steht es einer Mitmachpartei ganz schlecht, wenn Piraten Aufgrund des Klarnamenszwangs die Teilnahme am LQFB ablehnen“. Ist halt auch meine Meinung.

    Da ich aber nach wie vor von der Idee der Mitmach-Partei und einer Mitnahme von möglichst vielen Mitgliedern erreichen zu wollen, überzeugt bin, würde ich ganz klar meine eigene Meinung zugunsten eines basisdemokratischen Modells zurückstellen, welches eben MEHR PIRATEN eine Gelegenheit gibt, mit zu machen.

    Dein Vorschlag der Satzungsänderung in der Initiative #1420 erscheint mir sowohl logisch, sinnvoll als auch den Ansprüchen, einen hohen Mitmachanteil beizubehalten, als absolut unterstützungswürdig!

    Und enthält wirklich die Potion, noch entscheiden zu können, wie du es in deinem Text beschrieben hast.

    Liebe Grüße

    Michael aka ingwerbaer

  5. Pingback: Namentliche Abstimmungen sind ein Weg zu mehr Beteiligung « loreenasworte

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